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Aktuelles Abfallwirtschaftskonzept für den Landkreis


Der Kreistag hat in seiner Sitzung vom 16. März 2016 das neue Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises verabschiedet. Mit diesem Konzept informiert die Abfallwirtschaft über Art und Menge und Beseitigung der anfallenden Abfälle im Landkreis sowie über Maßnahmen der Abfallvermeidung und -verwertung. Bei wesentlichen Veränderungen oder alle 5 Jahre ist der Landkreis verpflichtet, das Abfallwirtschaftskonzept fortzuschreiben. Die Neufassung ersetzt die bisher gültige Fassung von 2009.
 
Wichtigste Neuerungen sind die Anfang des Jahres eingeführte Biotonne und der 14-tägliche Leerungsrhythmus. Bis 2020 sollen 80 Prozent der Haushalte im Landkreis an die Biotonne angeschlossen sein. Wie bisher sollen die Biotonnen nur auf Bestellung ausgeliefert werden und die Anschlussquote über ein bürgerorientiertes Angebot erreicht werden. Mit rund 24.000 Biotonnen, die seit Dezember 2015 im Landkreis verteilt wurden, sieht sich die Abfallwirtschaft dabei auf einem guten Weg. Auf Grundlage eines Gutachtens des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) aus dem Jahre 2013 sollen zukünftig rund 18.850 Tonnen Bioabfall jährlich erfasst werden. Das entspräche einer Menge von 85 Kilogramm pro Kreiseinwohner. Geschätzte 6.250 Tonnen davon sind Gartenabfälle. Die restlichen zwei Drittel sind Bioabfälle aus der Küche, die bisher über den Hausmüll entsorgt werden mussten. Die Konzeption sieht außerdem vor, die Bioabfälle mittelfristig einer möglichst regionalen, optimierten energetisch-stofflichen Verwertung zuzuführen.
 
Durch den Ausbau der Sammelsysteme haben sich die erfassten Mengen an verwertbaren Abfällen seit 1991 verdreifacht. Mit 130 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2014 lag der Landkreis dennoch leicht unter der durchschnittlichen jährlichen Wertstoffabschöpfung in Baden-Württemberg von 141 Kilogramm. Gleichzeitig ist die erfasste Menge des Haus- und Geschäftsmülls seit 2010 mit knapp 37.000 Tonnen relativ konstant. Das Restmüllaufkommen liegt aber mit 166 Kilogramm über der landesweit durchschnittlichen Pro-Kopf-Menge von 123 Kilogramm. Es ist davon auszugehen, dass sich mit der getrennten Bioabfallerfassung in den kommenden Jahren die erfassten Wertstoffmengen erhöhen und damit die Hausmüllmengen deutlich reduzieren werden.
 
Änderungen gab es auch bei den Gebühren. Dabei handelt es sich um geringfügige Erhöhungen bei der Grundgebühr um höchstens 1 Prozent und durchschnittlich 6 Prozent bei den Leerungsgebühren. Mit weiteren Preisanpassungen wird wegen der erweiterten Leistungen der Bioabfallerfassung auch in den kommenden Jahren vor allem bei der Jahresgebühr zu rechnen sein. 
 
Ein wichtiges Projekt der nächsten Zeit wird die Ausweitung des Serviceangebots sein. Einfacher Zugang zu Informationen und eine verbesserte Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises ist das Ziel: Nachdem unter www.abfall-loerrach-landkreis.de im September des vergangenen Jahres die Internetseite der Abfallwirtschaft online ging, soll im nächsten Schritt das Online-Angebot ausgeweitet werden. Ebenfalls geplant ist eine Abfall-App, mit der man sich unter anderem an Abfuhr- und Sammeltermine erinnern lassen kann. Die Abfall-App und der erweiterte Online-Service sollen bis Ende 2016 realisiert sein.
 
Das Abfallwirtschaftskonzept gibt es hier zum Download.

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