mineralische Abfälle zur Ablagerung auf der Deponie

Die Ablagerung von mineralischen Abfällen auf einer Deponie, insbesondere von Erdaushub oder Bauschutt, sollte immer eine Ausnahme sein. Durch eine Deponierung gehen wertvolle Materialien für den Rohstoffkreislauf verloren. Daher hat laut Kreislaufwirtschaftsgesetz eine Verwertung Vorrang vor einer Beseitigung auf Deponien.

Daher dürfen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, Abfälle nur auf Deponien beseitigt werden, wenn sie nicht verwertet werden können. Eine solche Verwertung ist zum Beispiel auch das Verfüllen von Kiesgruben oder alten Steinbrüchen und vor allem die Aufbereitung von Bauschutt zu Baustoffen.
 
Außerdem dürfen auf der Deponie ebenfalls auf der Basis gesetzlicher Grundlagen nur Abfälle abgelagert werden, zu denen ausreichende Informationen vorliegen. Sie müssen „grundlegend charakterisiert“ sein, um eine Gefährdung der Umwelt durch die Ablagerung ausschließen zu können.

Um die Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Deponieverordnung umsetzen zu können, werden im Vorfeld verschiedene Unterlagen für Anlieferungen zur Deponie Scheinberg benötigt.


Annahmebedingungen


Ab sofort gelten für Gewerbetreibende, öffentliche Einrichtungen, Transporteure und auch Privatpersonen für die Anlieferung von mineralischen Abfällen erweiterte Annahmebedingungen. Mindestens fünf Werktage vor der ersten Anlieferung müssen verschiedene Unterlagen bei der Deponieannahmekontrolle zur Prüfung eingereicht werden. Ob und welche Unterlagen vor der Anlieferung vorgelegt werden müssen, richtet sich nach der Art und der Menge des Abfalls (siehe "Anmeldung"). Nach der Prüfung erhalten Anlieferer eine Bestätigung, die zur Anlieferung auf der Deponie berechtigt.


Anmeldung

(mindestens fünf Werktage vor der ersten Anlieferung)

Ab einer Menge von 2 m³ bzw. 4 t (pro Baustelle)

  • Formblatt „grundlegende Charakterisierung/ GC“ (PDF). Unsere Ausfüllhilfe (PDF) enthält ergänzende Informationen, die Sie beim Ausfüllen des Formblattes unterstützen.
  • Formular „Nachweis der Nicht-Verwertbarkeit“ (PDF) mit schriftlichen Absagen von drei Verwerterfirmen bzw. bei Belastungen > Z0* von zugelassenen Verwertern. Nutzen Sie hierfür gerne unsere Firmenlisten mit Verwertern für Erdaushub und Bauschutt.
  • Fotos des Materials
  • Analyseberichte eines  Labors (mindestens zwei Analysen nach Deponieverordnung, für Erdaushub genügt gegebenenfalls auch eine Abfrage aus dem Altlastenkataster vom   Fachbereich Umwelt) inklusive:
    • Probenahmeprotokoll,
    • Protokoll über Probenvorbereitung und
    • Erklärung der Untersuchungsstelle
  • Zeitraum der geplanten Anlieferung

zusätzlich....

...für alle Anlieferungen von Erdaushub (außer aus Rheinfelden Innenstadt): ...für Anlieferungen von Erdaushub aus Rheinfelden Innenstadt:
  • Anmeldung bei der Stadt Rheinfelden notwendig. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Infoseite des Fachbereichs Umwelt.

Erdaushub weniger als 2 m³ bzw. 4 t (pro Baustelle)


Mineralischer Abfälle (außer Erdaushub) weniger als 2 m³ bzw. 4 t (pro Baustelle)

Anlieferungen ohne vorherige Anmeldung und Unterlagen möglich.


Nach Einreichung der Unterlagen werden diese geprüft. Sind sie vollständig und korrekt, erhalten Sie das Formblatt GC mit Ihrer Vorgangsnummer. Erst mit dieser Vorgangsnummer kann das Material auf der Deponie Scheinberg angeliefert werden.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen per E-Mail an deponieannahme@loerrach-landkreis.de oder per Fax an 07621/ 410 91483.


Regelmäßige Anlieferungen


Für regelmäßige Anlieferungen aus unterschiedlichen Anfallstellen, zum Beispiel bei Transporteuren, kann eine auf ein halbes Jahr befristete fortlaufende GC beantragt werden. Die Verwertungsmöglichkeiten müssen alle sechs Monate geprüft werden und die entsprechenden Unterlagen vorgelegt werden.
Hier finden Sie einen Infoflyer mit den wichtigsten Informationen zu den Annahmebedingungen